Grundsück verkaufen

Grundstück verkaufen: So erzielen Sie einen realistischen Preis

Wer ein Grundstück verkaufen möchte, sollte den Wert, die Bebauungsmöglichkeiten und die passende Käufergruppe kennen. Ebenso wichtig ist die Wahl eines passenden Maklers mit Erfahrung im Grundstücksverkauf. Ein sorgfältiger Vergleich von Leistungen, Konditionen und Expertise schafft eine gute Grundlage, um den Verkauf realistisch zu planen und den passenden Verkaufspreis festzulegen.

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1. Was muss ich beachten, wenn ich ein Grundstück verkaufen möchte?

Wenn Sie ein Grundstück verkaufen möchten, sollten Sie zuerst klären, was mit dem Grundstück möglich ist. Entscheidend ist nicht nur die Fläche, sondern vor allem die Frage: Darf darauf gebaut werden, wie viel darf gebaut werden und für wen ist das Grundstück interessant?

Für Käufer ist die Bebaubarkeit oft der wichtigste Punkt. Ein Grundstück in guter Lage kann weniger wert sein, wenn es schlecht erschlossen ist oder nur eingeschränkt genutzt werden darf. Umgekehrt kann ein unscheinbares Grundstück sehr attraktiv sein, wenn es Entwicklungspotenzial bietet.

Wichtige Fragen vor dem Verkauf sind:

  • Liegt das Grundstück in einer Bauzone?
  • Ist es vollständig erschlossen?
  • Welche Ausnützung ist erlaubt?
  • Gibt es Dienstbarkeiten, Wegrechte oder Baubeschränkungen?
  • Ist eine Parzellierung oder Realteilung möglich?
  • Kommt eher eine Privatperson oder ein Bauträger als Käufer infrage?

Gerade beim Verkauf von Bauland lohnt sich eine gute Vorbereitung. Je klarer die Nutzungsmöglichkeiten dokumentiert sind, desto besser können Interessenten den Wert einschätzen.

2. Wie wird der Wert eines Grundstücks berechnet?

Der Wert eines Grundstücks hängt vor allem von Lage, Grösse, Bauzone, Erschliessung und Nutzungsmöglichkeiten ab. Anders als bei einem Haus gibt es kein Gebäude, dessen Zustand bewertet werden muss. Dafür spielt das Potenzial des Bodens eine umso grössere Rolle.

Besonders wichtig ist, was auf dem Grundstück gebaut werden darf. Ein vollständig erschlossenes Bauland in gefragter Lage hat in der Regel einen anderen Wert als ein Grundstück ohne klare Bebaubarkeit oder mit Nutzungseinschränkungen.

Typische Faktoren für die Grundstücksbewertung sind:

  • Lage: Gemeinde, Quartier, Erreichbarkeit und Attraktivität der Umgebung
  • Grundstücksgrösse: Fläche, Form und sinnvolle Nutzbarkeit der Parzelle
  • Bauzone: Zulässige Nutzung und mögliche Gebäudearten
  • Ausnützung: Wie viel Wohn- oder Nutzfläche realisiert werden darf
  • Erschliessung: Anschluss an Strasse, Wasser, Strom und Kanalisation
  • Topografie: Hanglage, Bodenbeschaffenheit und notwendige Zusatzarbeiten
  • Rechtliche Einschränkungen: Dienstbarkeiten, Baulinien oder Schutzvorschriften
  • Marktnachfrage: Nachfrage nach Bauland und vergleichbare Verkaufspreise in der Region

Eine einfache Formel wie „Quadratmeterpreis mal Fläche“ reicht deshalb oft nicht aus. Zwei gleich grosse Grundstücke können sehr unterschiedlich viel wert sein, wenn Lage, Bauzone oder Ausnützung voneinander abweichen.

3. Privat verkaufen oder an einen Bauträger verkaufen?

Ob Sie Ihr Grundstück an eine Privatperson oder an einen Bauträger verkaufen sollten, hängt stark vom Grundstück selbst ab. Kleine Grundstücke für ein Einfamilienhaus sind häufig für private Käufer interessant. Grössere Grundstücke oder Parzellen mit Entwicklungspotenzial können für Bauträger attraktiver sein.

Private Käufer suchen meist ein Grundstück, auf dem sie ein eigenes Haus bauen können. Sie achten stark auf Lage, Preis, Nachbarschaft, Erschliessung und persönliche Wohnqualität.

Bauträger schauen stärker auf das Entwicklungspotenzial. Für sie ist wichtig, wie viele Einheiten realisiert werden können, welche Ausnützung möglich ist und ob sich ein Projekt wirtschaftlich lohnt.

Grundstück privat oder an einen Bauträger verkaufen
Kriterium Verkauf an Privatperson Verkauf an Bauträger
Geeignete Grundstücke Häufig kleinere Grundstücke für ein Einfamilienhaus Grössere Grundstücke, Baulandreserven oder Parzellen mit Entwicklungspotenzial
Kaufinteresse Eigennutzung und persönliche Wohnqualität Wirtschaftliche Nutzung und Realisierung eines Bauprojekts
Wichtige Faktoren Lage, Preis, Nachbarschaft, Erschliessung und Wohnumfeld Bauzone, Ausnützung, mögliche Wohneinheiten und Projektkosten
Verkaufsprozess Oft persönlicher und stärker von Finanzierung abhängig Meist professionell geprüft und auf Wirtschaftlichkeit ausgerichtet
Verkaufspreis Kann bei hoher emotionaler Bindung und passender Lage attraktiv sein Kann bei grossem Entwicklungspotenzial höher ausfallen
Besonders sinnvoll Wenn das Grundstück gut für ein einzelnes Wohnhaus geeignet ist Wenn Verdichtung, Parzellierung oder ein grösseres Bauprojekt möglich sind

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Gut zu wissen

Für Eigentümer ist wichtig: Die passende Käufergruppe kann den Verkaufspreis beeinflussen. Wer nur privat inseriert, erreicht möglicherweise nicht alle relevanten Interessenten. Wer nur Bauträger anspricht, übersieht vielleicht private Käufer mit hoher Zahlungsbereitschaft.

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4. Welche Unterlagen brauche ich für den Grundstücksverkauf?

Für den Verkauf eines Grundstücks brauchen Sie Unterlagen, die Lage, Eigentum, Nutzung und mögliche Bebaubarkeit klar zeigen. Je besser diese Informationen vorbereitet sind, desto seriöser wirkt der Verkauf und desto einfacher können Käufer eine Entscheidung treffen.

Wichtige Unterlagen sind zum Beispiel:

  • aktueller Grundbuchauszug
  • Katasterplan oder Situationsplan
  • Zonenplan und Bauordnung
  • Angaben zur Ausnützung und Nutzungszone
  • Informationen zur Erschliessung
  • Dienstbarkeiten, Wegrechte oder Baubeschränkungen
  • bestehende Studien, Vorprojekte oder Abklärungen
  • Angaben zu Altlasten, falls relevant
  • Steuerinformationen und frühere Kaufunterlagen

Diese Unterlagen helfen auch bei der Preisfindung. Denn ein Käufer zahlt nicht nur für die Fläche, sondern für das, was mit dieser Fläche möglich ist.

Wenn wichtige Informationen fehlen, kann das den Verkauf verlangsamen. Interessenten stellen mehr Rückfragen, Finanzierungen verzögern sich oder Angebote fallen vorsichtiger aus.

5. Welche Kosten und Steuern fallen beim Grundstücksverkauf an?

Beim Grundstücksverkauf können verschiedene Kosten und Steuern anfallen. Besonders wichtig ist in der Schweiz die Grundstückgewinnsteuer. Sie wird fällig, wenn das Grundstück mit Gewinn verkauft wird. Die genaue Höhe hängt unter anderem vom Kanton, der Besitzdauer und dem erzielten Gewinn ab.

Zusätzlich können weitere Kosten entstehen, zum Beispiel für Bewertung, Vermarktung, Notariat, Grundbuch, Dokumente oder professionelle Unterstützung beim Verkauf.

Typische Kostenpunkte sind:

  • Grundstückgewinnsteuer
  • Notariats- und Grundbuchkosten
  • Kosten für Bewertung oder Schätzung
  • Vermarktungskosten
  • Maklerprovision, falls ein Makler beauftragt wird
  • mögliche Kosten für Vermessung oder Parzellierung
  • Abklärungen zu Erschliessung, Bauzone oder Altlasten

Gerade bei Bauland kann es sinnvoll sein, diese Punkte früh zu prüfen. So lässt sich besser einschätzen, welcher Nettoerlös nach dem Verkauf übrig bleibt.

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6. Wie läuft der Grundstücksverkauf ab?

Der Verkauf eines Grundstücks läuft meist in mehreren Schritten ab. Entscheidend ist, dass der Verkauf nicht erst mit dem Inserat beginnt. Die wichtigste Arbeit passiert davor: Wert ermitteln, Unterlagen prüfen, Käufergruppe definieren und Verkaufsstrategie festlegen.

Ein typischer Ablauf sieht so aus:

  1. Grundstücksdaten und Unterlagen zusammentragen
  2. Bebaubarkeit und Nutzungsmöglichkeiten prüfen
  3. Grundstückswert realistisch einschätzen
  4. passende Käufergruppe bestimmen
  5. Verkaufsstrategie und Angebotspreis festlegen
  6. Grundstück vermarkten oder gezielt Käufer ansprechen
  7. Angebote prüfen und verhandeln
  8. Kaufvertrag vorbereiten
  9. öffentliche Beurkundung und Grundbucheintrag durchführen

Ein gut vorbereiteter Verkauf kann den Prozess deutlich vereinfachen. Käufer möchten wissen, was sie erwerben und welche Möglichkeiten das Grundstück bietet. Je klarer diese Punkte sind, desto besser lässt sich Vertrauen schaffen.

7. Welche Fehler sollte man beim Grundstück verkaufen vermeiden?

Beim Grundstücksverkauf passieren häufig Fehler, weil Eigentümer den Wert nur anhand von Fläche oder Nachbarpreisen einschätzen. Das kann zu einem zu tiefen oder zu hohen Angebotspreis führen.

Ein zu hoher Preis schreckt Interessenten ab und verlängert die Vermarktungsdauer. Ein zu tiefer Preis kann dazu führen, dass Sie Potenzial verschenken – besonders wenn ein Bauträger mehr aus dem Grundstück entwickeln könnte.

Häufige Fehler sind:

  • Bebaubarkeit nicht ausreichend prüfen
  • Grundstückswert nur über Quadratmeterpreis schätzen
  • wichtige Unterlagen nicht vorbereiten
  • falsche Käufergruppe ansprechen
  • Erschliessung und Dienstbarkeiten unterschätzen
  • steuerliche Folgen zu spät klären
  • ohne Verkaufsstrategie inserieren
  • Angebote nur nach Preis, nicht nach Sicherheit bewerten

Besonders wichtig ist die Frage nach dem Potenzial. Kann das Grundstück geteilt, verdichtet oder anders genutzt werden, kann das den Marktwert deutlich beeinflussen.

8. Grundstück kostenlos bewerten lassen

Sie möchten wissen, welchen Wert Ihr Grundstück aktuell haben könnte? Mit einer kostenlosen Bewertung erhalten Sie eine erste Orientierung zum möglichen Marktwert – unverbindlich, datenbasiert und verständlich.

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Die Bewertung berücksichtigt wichtige Angaben wie Lage, Grundstücksgrösse, Nutzungsmöglichkeiten, Erschliessung und aktuelle Marktdaten. Gerade beim Grundstücksverkauf sind diese Faktoren entscheidend, weil der Wert stark davon abhängt, was auf dem Grundstück möglich ist.

So erhalten Sie eine hilfreiche Grundlage, um den Verkauf besser vorzubereiten, den Angebotspreis realistischer einzuschätzen und die passende Käufergruppe gezielter anzusprechen.

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FAQs

Hier finden Sie Antworten auf häufig gestellte Fragen zur Hausbewertung.

Wie wird die Grundstückgewinnsteuer berechnet?

Die Höhe hängt vom Reingewinn, von der Haltedauer und vom Standort ab. Grundstückgewinne werden kantonal unterschiedlich besteuert. Die einen berechnen die Steuer proportional, die anderen progressiv. Fast alle Kantone gewähren einen Abschlag für eine lange Haltedauer und berechnen einen Zuschlag für eine kurze Haltedauer. Die Unterschiede sind gross: Ein Grundstückgewinn von 500'000 Franken wird in St. Gallen nach zehn Jahren ca. 5.4 Mal stärker belastet als in Sarnen im Kanton Obwalden. Mehr erfahren Sie in unserem Artikel «Grundstückgewinnsteuer: Das sollten Verkäufer und Käufer wissen».

Was ist der Unterschied zwischen Marktwert und Verkehrswert?

Marktwert ist nur ein anderes Wort für Verkehrswert. Der Marktwert oder Verkehrswert ist der Wert, den ein Immobilienmakler oder unsere Immobilienbewertung schätzt, und hängt von lage- sowie objektspezifischen Faktoren ab. Der Marktwert oder Verkehrswert ist die Basis für den Verkaufswert oder Verkaufspreis, auf den sich Verkäufer und Käufer einigen.

Wie lange dauert ein Immobilienverkauf?

Das hängt von Angebot und Nachfrage ab. Darum dauert es in der Regel weniger lange als früher. Gemäss «Immobilienmarkt Schweiz 2022/3» von Wüest Partner beträgt die Insertionsdauer für Häuser im Durchschnitt 57 Tage und für Wohnungen 64 Tage. Mit unserem Nachfrageprüfer können Sie schätzen, wie hoch die Nachfrage für Ihre Immobilie ist und wie lange der Verkauf ungefähr dauern könnte.

Welche Kosten und Steuern fallen beim Immobilienverkauf an?

Je nach Kanton und Verkaufssituation können Kosten für den Makler, das Notariat, den Grundbucheintrag und die Verkaufsunterlagen entstehen. Zusätzlich fällt in der Regel eine Grundstückgewinnsteuer an. Wertvermehrende Investitionen und bestimmte Verkaufskosten können häufig vom steuerbaren Grundstückgewinn abgezogen werden.