Hausverkauf

Haus verkaufen: So bereiten Sie Ihren Hausverkauf richtig vor

Eine gute Vorbereitung umfasst die realistische Bewertung Ihrer Immobilie, vollständige Verkaufsunterlagen und die Wahl des passenden Maklers. Ein sorgfältiger Vergleich verschiedener Anbieter hilft Ihnen, die richtige Unterstützung für Ihren Hausverkauf zu finden und den Verkaufsprozess strukturiert anzugehen.

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Wir arbeiten ausschliesslich mit geprüften nationalen und regionalen Makler-Partnern mit fairen und transparenten Konditionen zusammen.

1. Haus verkaufen: Was ist vor dem Verkauf wichtig?

Bevor Sie Ihr Haus inserieren oder erste Besichtigungen durchführen, sollten Sie die wichtigsten Grundlagen klären. Dazu gehören der aktuelle Marktwert, der Zustand der Immobilie, die Nachfrage in Ihrer Region und Ihre persönliche Verkaufssituation.

Viele Eigentümer fragen sich zu Beginn:

  • Wie viel ist mein Haus aktuell wert?
  • Ist jetzt ein guter Zeitpunkt für den Verkauf?
  • Soll ich privat verkaufen oder mit Makler?
  • Welche Unterlagen brauche ich?
  • Welche Steuern und Kosten fallen an?
  • Wie lange dauert ein Hausverkauf?

Gerade beim Hausverkauf ist eine realistische Vorbereitung entscheidend. Ein zu hoher Angebotspreis kann die Vermarktung unnötig verlängern. Ein zu tiefer Preis kann dazu führen, dass Sie Verkaufspotenzial verschenken.

Gut zu wissen

Der geschätzte Marktwert ist nicht automatisch identisch mit dem späteren Verkaufspreis. Der tatsächliche Verkaufspreis hängt unter anderem von Nachfrage, Verhandlung, Vermarktung, Zustand, Lage und Käuferinteresse ab.

2. Was ist mein Haus wert?

Der Immobilienwert ist die wichtigste Grundlage für den Hausverkauf. Er beeinflusst die Preisstrategie, die Vermarktung und die Verhandlungsposition gegenüber potenziellen Käufern.

Der Wert eines Hauses hängt von mehreren Faktoren ab:

  • Lage: Gemeinde, Quartier, Aussicht, Lärm und Erreichbarkeit
  • Grundstück: Fläche, Zuschnitt, Bauzone und Nutzungsmöglichkeiten
  • Wohnfläche: Grösse, Zimmerzahl und Raumaufteilung
  • Zustand: Alter, Unterhalt sowie Renovations- und Sanierungsbedarf
  • Ausstattung: Küche, Badezimmer, Garten, Garage oder zusätzliche Nebenräume
  • Energieeffizienz: Heizsystem, Dämmung und zukünftiger Investitionsbedarf
  • Marktlage: Nachfrage, Zinsen und erzielte Verkaufspreise vergleichbarer Häuser

Eine Online-Bewertung gibt Ihnen eine erste Orientierung zum möglichen Marktwert. Bei komplexeren Objekten, besonderen Lagen oder grösserem Sanierungsbedarf kann zusätzlich eine Vor-Ort-Bewertung sinnvoll sein.

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3. Wann ist der richtige Zeitpunkt, um ein Haus zu verkaufen?

Den perfekten Verkaufszeitpunkt gibt es selten. Trotzdem lohnt es sich, die aktuelle Nachfrage, regionale Marktbewegungen, Zinsentwicklung und persönliche Situation zu berücksichtigen.

Ein Verkauf kann besonders sinnvoll sein, wenn:

  • die Nachfrage in Ihrer Region hoch ist
  • vergleichbare Immobilien gute Preise erzielen
  • Sie einen Umzug, eine Erbschaft, Pensionierung oder Veränderung planen
  • der Unterhalt oder Sanierungsbedarf zunimmt
  • Sie den aktuellen Marktwert nutzen möchten
  • Sie genügend Zeit für eine strukturierte Vorbereitung haben

Auch wenn sich die Nachfrage verändert, bedeutet das nicht automatisch, dass ein Verkauf ungünstig ist. Entscheidend ist, wie Ihre Immobilie im Markt positioniert wird. Ein realistischer Preis, gute Unterlagen und eine klare Verkaufsstrategie können den Verkaufsprozess deutlich erleichtern.

Gut zu wissen

Prüfen Sie Nachfrage und Marktwert nicht erst, wenn der Verkauf bereits dringend ist. Wer frühzeitig weiss, wie gefragt die eigene Immobilie ist, kann besser entscheiden, ob jetzt ein guter Zeitpunkt ist oder ob sich weitere Vorbereitung lohnt.

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4. Haus privat verkaufen oder mit Makler?

Sie können Ihre Immobilie selbst verkaufen oder mit einem Immobilienmakler zusammenarbeiten. Welche Variante besser passt, hängt von Ihrer Erfahrung, Ihrer verfügbaren Zeit, der Objektart und der Komplexität des Verkaufs ab.

Ein Privatverkauf kann sinnvoll sein, wenn Sie den lokalen Markt gut kennen, genug Zeit haben und sich bei Preisverhandlung, Besichtigungen und Unterlagen sicher fühlen. Sie übernehmen dann jedoch den gesamten Prozess selbst: Bewertung, Inserat, Fotos, Anfragen, Besichtigungen, Käuferprüfung, Verhandlungen und Koordination bis zum Vertragsabschluss.

Ein Makler kann den Prozess vereinfachen. Er unterstützt bei Bewertung, Vermarktung, Käuferansprache, Besichtigungen, Verhandlung und Verkaufsabwicklung. Besonders hilfreich ist das, wenn Sie wenig Zeit haben, beim Preis unsicher sind oder Ihre Immobilie professionell vermarkten möchten.

Immobilie privat verkaufen oder mit Makler
Entscheidungskriterium Immobilie privat verkaufen Mit Immobilienmakler verkaufen
Kosten Keine Maklerprovision, dafür höherer eigener Zeitaufwand Maklerhonorar fällt an, viele Aufgaben werden übernommen
Immobilienbewertung Eigentümer legt den Angebotspreis selbst fest Professionelle Bewertung und marktgerechte Preisstrategie
Vermarktung Inserat, Fotos und Anfragen werden selbst organisiert Professionelle Präsentation und gezielte Käuferansprache
Besichtigungen und Verhandlungen Vollständig in eigener Verantwortung Makler koordiniert Termine und führt Verhandlungen
Reichweite Abhängig von eigenen Kanälen und Marktkenntnissen Zugang zu Netzwerk, Plattformen und vorgemerkten Interessenten
Geeignet für Erfahrene Eigentümer mit ausreichend Zeit und Marktkenntnis Eigentümer mit wenig Zeit, Unsicherheit oder komplexer Immobilie

Wichtig ist nicht nur, ob Sie mit einem Makler verkaufen. Entscheidend ist, welcher Makler zu Ihrer Immobilie, Ihrer Region und Ihrem Verkaufsziel passt. Deshalb lohnt sich ein Vergleich verschiedener Anbieter.

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5. Welche Unterlagen brauche ich für den Hausverkauf?

Vollständige Unterlagen schaffen Vertrauen und beschleunigen den Verkaufsprozess. Käufer, Banken, Makler und Notare benötigen verschiedene Informationen, um die Immobilie korrekt einzuschätzen und den Kauf vorzubereiten.

Welche Dokumente genau nötig sind, hängt von der Objektart ab. Für ein Haus sind teilweise andere Unterlagen wichtig als für eine Eigentumswohnung oder ein Grundstück. Grundsätzlich gilt: Je vollständiger und transparenter die Verkaufsdokumentation ist, desto professioneller wirkt der Verkauf.

Wichtige Unterlagen sind zum Beispiel:

  • Grundbuchauszug
  • Kataster- oder Situationsplan
  • Grundrisse und Gebäudepläne
  • Wohnflächen- und Grundstücksangaben
  • Gebäudeversicherungsausweis
  • Baubeschrieb
  • Angaben zu Renovationen und Sanierungen
  • Energieausweis oder energetische Informationen, falls vorhanden
  • Informationen zu Hypotheken oder Schuldbriefen
  • Nebenkosten- und Unterhaltsangaben
  • Dienstbarkeiten, Wegrechte oder Nutzungsrechte
  • Fotos und Verkaufsdokumentation
  • bei Eigentumswohnungen zusätzlich: Reglement, Protokolle, Erneuerungsfonds und Nebenkostenabrechnungen

Fehlende Unterlagen können Rückfragen auslösen, den Entscheidungsprozess verlängern oder die Finanzierung verzögern. Deshalb lohnt es sich, die Dokumente frühzeitig zusammenzustellen.

6. Wie läuft ein Hausverkauf ab?

Ein Immobilienverkauf folgt meist einem klaren Ablauf. Je nach Objektart, Kanton und Verkaufsstrategie können einzelne Schritte variieren, die Grundlogik bleibt jedoch ähnlich.

Ein typischer Ablauf sieht so aus:

  1. Verkaufsziel und Zeitplan definieren
  2. Immobilie bewerten lassen
  3. Nachfrage und Zielgruppe prüfen
  4. Unterlagen zusammentragen
  5. Verkaufspreis und Strategie festlegen
  6. Immobilie vorbereiten und professionell präsentieren
  7. Inserat und Vermarktung erstellen
  8. Anfragen prüfen und Besichtigungen durchführen
  9. Kaufangebote vergleichen
  10. Verhandlungen führen
  11. Käufer und Finanzierung prüfen
  12. Kaufvertrag vorbereiten
  13. Öffentliche Beurkundung und Grundbucheintrag
  14. Übergabe organisieren

Ein strukturierter Ablauf hilft, den Überblick zu behalten. Besonders wichtig ist die Vorbereitung vor dem Inserat: Bewertung, Unterlagen, Preisstrategie und Vermarktung sollten stehen, bevor die Immobilie öffentlich angeboten wird.

7. Welche Kosten und Steuern fallen beim Hausverkauf an?

Beim Immobilienverkauf sollten Sie nicht nur den Verkaufspreis betrachten, sondern auch mögliche Kosten, Steuern und bestehende Verpflichtungen berücksichtigen. Denn nicht der gesamte Verkaufserlös bleibt automatisch als Nettoerlös übrig.

Typische Kostenpunkte sind:

  • Grundstückgewinnsteuer
  • Notariats- und Grundbuchgebühren
  • Handänderungssteuer, je nach Kanton
  • Kosten für Bewertung oder Verkaufsdokumentation
  • Vermarktungskosten
  • Maklerprovision, falls ein Makler beauftragt wird
  • Kosten für kleinere Reparaturen oder Aufbereitung
  • mögliche Vorfälligkeitsentschädigung bei vorzeitiger Auflösung einer Hypothek
  • Gebühren rund um Schuldbriefe oder Finanzierung

Besonders wichtig ist die Grundstückgewinnsteuer. Sie fällt an, wenn Sie die Immobilie mit Gewinn verkaufen. Die genaue Höhe ist kantonal unterschiedlich und hängt unter anderem vom steuerbaren Gewinn, der Besitzdauer und möglichen wertvermehrenden Investitionen ab.

Auch die Hypothek sollte früh geprüft werden. Wenn eine Festhypothek vorzeitig aufgelöst wird, kann eine Vorfälligkeitsentschädigung entstehen. Diese Kosten sollten Sie vor dem Verkauf kennen, damit Sie den Nettoerlös realistisch einschätzen können.

Gut zu wissen

Bewahren Sie Belege für wertvermehrende Investitionen gut auf. Umbauten, Sanierungen oder energetische Verbesserungen können bei der Berechnung der Grundstückgewinnsteuer relevant sein, wenn sie nachweisbar sind.

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8. Häufige Fehler beim Hausverkauf vermeiden

Viele Schwierigkeiten entstehen nicht erst bei der Verhandlung, sondern schon in der Vorbereitung. Wer typische Fehler kennt, kann den Verkaufsprozess besser steuern.

Häufige Fehler sind:

  • Verkaufspreis ohne fundierte Bewertung festlegen
  • Nachfrage und Zielgruppe nicht prüfen
  • Unterlagen zu spät organisieren
  • Immobilie unprofessionell präsentieren
  • Sanierungsbedarf unterschätzen
  • Käufer nicht ausreichend qualifizieren
  • steuerliche Folgen zu spät prüfen
  • Hypothek und mögliche Vorfälligkeitsentschädigung nicht berücksichtigen
  • Makler nur nach Provision auswählen
  • rechtliche Fragen erst kurz vor Vertragsabschluss klären

Besonders kritisch ist ein unrealistischer Verkaufspreis. Ein zu hoher Preis kann dazu führen, dass die Immobilie länger online bleibt und später reduziert werden muss. Ein zu tiefer Preis kann dagegen Verkaufspotenzial verschenken.

9. Haus kostenlos bewerten und Verkauf vorbereiten

Sie möchten Ihre Immobilie verkaufen oder den möglichen Verkauf besser einschätzen? Mit der kostenlosen Online-Immobilienbewertung von Houzy erhalten Sie eine erste Orientierung zum aktuellen Marktwert Ihrer Immobilie – schnell, unverbindlich und datenbasiert.

Die Bewertung berücksichtigt wichtige Angaben wie Lage, Objektart, Wohnfläche, Baujahr, Zustand, Ausstattung und aktuelle Marktdaten. So erhalten Sie eine hilfreiche Grundlage, um den möglichen Verkaufspreis besser einzuordnen und den nächsten Schritt zu planen.

Wenn ein Verkauf für Sie infrage kommt, lohnt sich ausserdem der Vergleich geprüfter Makler in Ihrer Region. So finden Sie einfacher heraus, welche Unterstützung zu Ihrer Immobilie, Ihrer Region und Ihrem Verkaufsvorhaben passt.

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FAQs

Hier finden Sie Antworten auf häufig gestellte Fragen zur Hausbewertung.

Wie wird die Grundstückgewinnsteuer berechnet?

Die Höhe hängt vom Reingewinn, von der Haltedauer und vom Standort ab. Grundstückgewinne werden kantonal unterschiedlich besteuert. Die einen berechnen die Steuer proportional, die anderen progressiv. Fast alle Kantone gewähren einen Abschlag für eine lange Haltedauer und berechnen einen Zuschlag für eine kurze Haltedauer. Die Unterschiede sind gross: Ein Grundstückgewinn von 500'000 Franken wird in St. Gallen nach zehn Jahren ca. 5.4 Mal stärker belastet als in Sarnen im Kanton Obwalden. Mehr erfahren Sie in unserem Artikel «Grundstückgewinnsteuer: Das sollten Verkäufer und Käufer wissen».

Was ist der Unterschied zwischen Marktwert und Verkehrswert?

Marktwert ist nur ein anderes Wort für Verkehrswert. Der Marktwert oder Verkehrswert ist der Wert, den ein Immobilienmakler oder unsere Immobilienbewertung schätzt, und hängt von lage- sowie objektspezifischen Faktoren ab. Der Marktwert oder Verkehrswert ist die Basis für den Verkaufswert oder Verkaufspreis, auf den sich Verkäufer und Käufer einigen.

Wie lange dauert ein Immobilienverkauf?

Das hängt von Angebot und Nachfrage ab. Darum dauert es in der Regel weniger lange als früher. Gemäss «Immobilienmarkt Schweiz 2022/3» von Wüest Partner beträgt die Insertionsdauer für Häuser im Durchschnitt 57 Tage und für Wohnungen 64 Tage. Mit unserem Nachfrageprüfer können Sie schätzen, wie hoch die Nachfrage für Ihre Immobilie ist und wie lange der Verkauf ungefähr dauern könnte.

Welche Kosten und Steuern fallen beim Immobilienverkauf an?

Je nach Kanton und Verkaufssituation können Kosten für den Makler, das Notariat, den Grundbucheintrag und die Verkaufsunterlagen entstehen. Zusätzlich fällt in der Regel eine Grundstückgewinnsteuer an. Wertvermehrende Investitionen und bestimmte Verkaufskosten können häufig vom steuerbaren Grundstückgewinn abgezogen werden.